Familien zieht es in die Städte

Früher zogen die Familien aufs Land ins eigene Häuschen mit Garten, sobald sich Nachwuchs ankündigte. Die Kinder sollten im Grünen und an frischer Luft aufwachsen. Dieser Trend hat sich nun gewandelt. Familien bevorzugen eine Wohnlage am Stadtrand oder in kleinen Städten, wo die Wege zur Arbeit und zu Freizeiteinrichtungen kurz sind.
Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ist die Zahl von Familien, die ins Kölner Umland ziehen, deutlich gestiegen. Köln selbst verliert weniger Familien.

Das Haus auf dem Land mag etwas kostengünstiger sein, aber für Paare, die in der Stadt arbeiten, kommen die Pendlerkosten hinzu und lange Fahrtzeiten. Bei älteren Kindern dürfen die Eltern dann Taxifahrer spielen, denn das Nachtleben findet nicht in Pulheim oder Rösrath statt. Und Eltern, die abends gerne mal ins Kino oder Restaurant gehen, sind in der Stadt besser aufgehoben. Familien sollten ihre eigenen Bedürfnisse abklopfen und dann entscheiden, ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen möchten.

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Manche Familien zögern, ein Haus auf dem Land zu kaufen, da der Job nicht sicher ist, und man sich nicht über Jahre verschulden möchte. Eine Eigentumswohnung in der Stadt lässt sich dagegen besser wieder verkaufen.
Für eine citynahe Wohnlage spricht ebenso die heute überwiegende Berufstätigkeit von Müttern. Der Weg zur Arbeit sollte nicht zu lang sein und auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, falls die Familie nur ein Auto hat.

Der Immobilienmarkt kommt diesem Trend entgegen und baut vermehrt große Eigentumswohnungen in Innenstadtlage sowie Stadthäuser und Doppelhaushäften.

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