Neue Statistik für Köln

Im „City Report Wohnen“ des Immobiliendienstleisters Corpus Sireo bestätigt sich, was die Kölner eh schon vermuten: Wohnen in Köln wird immer teurer. Knapp 100.000 Immobilien-Inserate wertete der Immobiliendienstleister für seine aktuelle Studie aus.

In Köln stieg demnach der Preis für ein gebrauchtes Einfamilienhaus in einem Zeitraum von nur zwölf Monaten um vier Prozent. Bei Neubau-Einfamilienhäusern schnellten die Preise im selben Zeitraum gleich um zehn Prozent in die Höhe. Die Preise variieren in den einzelnen Stadtteilen. Die Bestands-Einfamilienhäuser mit den höchsten Preisen wurden 2016 in Müngersdorf angeboten, mit einem Durchschnittspreis von 1,49 Millionen Euro. Am Stadtrand in Bocklemünd und Mengenich sind die Eigenheime am günstigsten mit Durchschnittspreisen von ca. 239.000 Euro. In Meschenich liegen die Preise niedrig bei 279.000 Euro und in Vingst blättert man nur 285.000 Euro für ein neues Haus hin.

Bei den Neubau-Eigentumswohnungen ist die Preisentwicklung noch extremer. Um ganze 13 Prozent zogen die Preise hier im vergangenen Jahr an. Dabei fallen wieder die unterschiedlichen Preise in den jeweiligen Stadtteilen ins Auge. Braunsfeld ist mit 4.800 Euro pro Quadratmeter am teuersten. Im Vergleich dazu sind die 1.550 Euro pro Quadratmeter in Westhoven am Stadtrand richtig preiswert.

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Mit dem Neubauvorhaben „Junkersdorfer Stadtgärten“ realisiert die Bonava Deutschland GmbH am Kölner Stadtrand in Junkersdorf mehrere neue Eigentumswohnungen. Bild: Bonava Deutschland GmbH

Aber warum ziehen die Preise so stark an? Das hängt zusammen mit der Zunahme der Arbeitsplätze in der Kölner Region. Rund 78.000 neue Arbeitsplätze entstanden zwischen 2011 und 2016, davon 60.000 in Köln direkt. Infolgedessen fanden 80.000 neue Einwohner in den letzten fünf Jahren den Weg in den Ballungsraum Köln.

Zudem ist eine regelrechte Flucht ins Kölner Umland zu verzeichnen. Familien mit Kindern finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum in der Stadt. Selbst die Vielzahl von Neubauten kann diesen Prozess nicht stoppen, stellt das Kölner Stadtplanungsamt fest. Die jungen Jahrgänge der 18-jährigen sowie die Gruppe der 30- bis 45-jährigen verlassen die City. Es ist genau die familienrelevante Gruppe, die für eine soziale Vielfalt und buntes Leben in der Stadt sorgt.

Als Alternative zu den hochpreisigen Wohnungen in der City und der Abwanderung vieler in den Speckgürtel bietet sich der Stadtrand an. Hier findet man noch eher bebaubare Flächen. Zudem punktet der Stadtrand mit viel Grün und einer guten Anbindung ins Zentrum.

Am westlichen Stadtrand von Köln, in Junkersdorf, entstehen z.B. mit dem Neubauprojekt Wohnungen in den Junkersdorfer Stadtgärten mehrere Eigentumswohnungen mit 2 bis 4 Zimmern. Die Bonava Deutschland GmbH errichtet den Bau.

Aktuelle Neubauprojekte im Großraum Köln finden Sie auf dem neubau kompass.