Report: In diesen Stadtteilen wollen Kölner wohnen

Vor wenigen Tagen erschien der aktuelle Wohnungsmarktbericht von Kampmeyer Immobilien, einem der führenden Maklerunternehmen in Köln. Der Bericht gibt einen umfassenden und spannenden Überblick zur aktuellen Situation auf dem Immobilienmarkt der Rheinmetropole. Zum Beispiel der Punkt „Wanderungsbewegungen in den einzelnen Stadtteilen“. Wo wollen die Kölner gerne wohnen? Wir fassen die Ergebnisse zusammen.

Zunächst ist es so, dass derzeit zahlreiche Familien Köln verlassen und ins Umland ziehen. Keine Seltenheit in Deutschland, schaut man sich aktuelle Wohnungsmarktberichte in Frankfurt und Stuttgart an.

Ein Grund für den Umzug ist die Tatsache, dass es im Umland mehr Bauland gibt und Kinder dort nach Ansicht zahlreicher Eltern geschützter aufwachsen können. Im Gegenzug strömen immer mehr junge Menschen in die City. Zum Studieren, zum Arbeiten, zum Genießen der vielfältigen Möglichkeiten in der Großstadt. Der Anteil der unter Dreißigjährigen, die neu nach Köln ziehen, beträgt etwas mehr als 50 Prozent. Sie heben den Altersdurchschnitt stark an.

Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter in Köln bei 42 Jahren. Damit ist die Domstadt jung. Jünger ist nur noch München mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren. Generell liegt das Durchschnittsalter in Deutschland aktuell bei 44,2 Jahren.

Am liebsten linksrheinisch wohnen…

Insgesamt konnten elf linksrheinische und vier rechtsrheinische Stadtteile in Köln Gewinne von über 300 Zugezogenen verzeichnen. (Quelle: Statistisches Jahrbuch der Stadt Köln). Wer in Köln im vergangenen Jahr auf der Suche nach einer Eigentumswohnung war, wählte mit Vorliebe Stadtteile wie Braunsfeld, Marienburg, Bayenthal und Junkersdorf. Verloren im Jahresvergleich haben die Altstadt-Nord, Neustadt-Nord, Rodenkirchen und Widdersdorf. Gestiegen in der Käufergunst sind hingegen Roggendorf/Thenhoven und Volkhoven/Weiler.

marienburg

Neubauprojekt in Marienburg: Lindenpalais. Bild: Greif & Contzen

…das hat seinen Preis

Nach wie vor gehören Braunsfeld und Bayenthal zu den bei Immobilienkäufern beliebtesten Wohnlagen. Die Gegenden nahe des Stadtwalds und südlich der Aachener Straße in Braunsfeld sind jedoch keinesfalls preiswert. Glücklich kann sich nennen, wer unter 5.500 Euro pro Quadratmeter Neubau zahlt. Ähnlich in Marienburg, seit jeher ein beliebtes Refugium des wohlhabenden Kölners. Auch hier klettern die Quadratmeterpreise regelmäßig über die Grenze von 6.500 Euro – zumindest bei neuen Einfamilienhäusern. Günstiger sind Eigentumswohnungen, allerdings geht im Neubau auch hier wenig unter 5.000 Euro / Quadratmeter.

quettingsveedel

Beliebtes Neubauprojekt in Roggendorf: Quettingsveedel. Bild: PAESCHKE GmbH

Beliebt: Roggendorf/Thenhoven

Zu den Veedeln, die in der Käuferbeliebtheit zugelegt haben, zählt Roggendorf. Hier entsteht zum Beispiel das Neubauvorhaben „Quettingsveedel“ mit 72 neuen Einfamilienhäusern. Wer hin zieht, genießt an vielen Ecken noch dörfliche Ruhe und die Nähe zu Grünflächen. Beliebt ist die Gegend auch durch die restaurierten Bauernhöfe mit idyllischem Flair und die vielen Naherholungsmöglichkeiten. Die Quadratmeterpreise sind mit um die 3.000 bis 4.000 Euro moderat zu nennen.

So richtig in die „Hitliste“ der beliebten Stadtviertel schaffte es bislang kein Stadtteil auf der rechten Rheinseite, obwohl wer dort wohnt um die schönen Ecken dieser Stadtregion weiß. Spannend wird es, wenn die neuen Wohnquartiere auf der rechten Rheinseite, zum Beispiel am Hafen Deutz fertiggestellt sind.

Finden Sie aktuelle Neubauprojekte in Köln und Umgebung auf dem neubau kompass.

Beitragsbild: Pixabay